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E-Mail Anbieter auf SPAM-Anfälligkeit geprüft

Die meisten Besitzer eines kostenlosen E-Mail-Kontos dürften die Situation kennen: man loggt sich bei Yahoo, Hotmail, Web.de, oder co. ein und schon springt einem die Zahl entgegen: 15 ungelesene Nachrichten. Toll denkt man sich im ersten Moment, vielleicht ist ja diesmal was wichtiges dabei. Doch der nächste Klick bringt schnell die Ernüchterung: 13 von 15 Mails sind mal wieder SPAM die der Anbietereigene Filter wieder nicht bemerkt hat. Tolle Wurst.

95% aller Mails sind Spam

© Tim Heinrichs-Noll / PIXELILO

© Tim Heinrichs-Noll / PIXELILO

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat nun in seiner jüngsten Studie die kostenlosen E-Mail-Dienste auf ihre Spamanfälligkeit überprüft. Das Ergebnis: bei Yahoo bekommt man die wenigsten unerwünschten Werbemails, knapp dahinter Microsoft’s Hotmail. Google landete mit GoogleMail auf Platz drei. Die letzten beiden Plätze werden von WEB.de und GMX belegt.

Heutzutage kann man davon ausgehen, dass 95% aller verschickten E-Mails Spam sind. Davon ausgehend versuchen die E-Mail-Anbieter von sich aus den elektronischen Werbemüll auszusortieren. “Wir wollten wissen, bei welchen E-Mail-Diensten man mit der kleinsten Anzahl von Spam zu rechnen hat”, erklärt Dr. markus Schneider, Studienleiter vom Frauenhofer SIT. Dazu wurden von Testpersonen E-Mail-Accounts bei den kostenlosen Anbietern erstellt und anschließend geprüft, wieviel Werbung nach einer gewissen Zeit im Postfach landete.

Top: Yahoo - Flop: GMX

Bei Yahoo waren dies nur acht Stück, Hotmail ließ 13 Spam-Mails durch den Filter, bei GMX landeten ganze 116 Nachrichten mit Werbemüll im Eingang. Dazu zählen aber auch Mails der Dienste-Anbieter selbst. “Wir gehen nicht davon aus, dass man von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchste als von anderen”, so Schneider. Auch abzüglich von diesem internen Spam, waren es bei GMX immernoch 36 Werbemails, bei Web.de 21, bei Hotmail zehn und bei Yahoo acht Spam-Nachrichten.

Insgesammt wurde darauf geachtet, dass für alle die gleichen Rahmenbedingungen gelten. So wurde ein Teil der Adressen im Internet publik gemacht, so dass sie von den Spam-Versendern gefunden werden konnten. Die Studie dauerte vier Wochen und wurde von Mircrosoft unterstützt. “Das Ergebnis ist deshalb nur eine Moment-Aufnahme und lässt sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern”, erklärt Schneider. Die Abwehrmaßnahmen der Anbieter werdenständig angepasst, genau wie auch die Tricks der Spam-Versender.

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